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Projekte

Bauvorhaben zur Schlossmühle - Heessen

Projektbeschreibung 

Die Schlossmühle, als einer der ältesten Gebäude in Hamm, stellt im Ensemble mit dem Schloss Heessen ein wertvolles Kulturdenkmal dar. Dieses soll mit der planerischen Umsetzung vor dem Verfall bewahrt werden und somit nachkommenden Generationen als geschichtliches Dokument erhalten bleiben. Die geplante Restaurierung und Nutzungsänderung wird demzufolge mit möglichst geringem Eingriff in die vorhandene Bausubstanz erfolgen.
Der südöstliche Gebäudebereich - die frühere Getreidemühle - soll in Absprache mit der Denkmalbehörde restauriert und einer Nutzung als Bürgebäude zugeführt werden. Dabei wird ein Teil der vorhandenen Mühlentechnik - in Abstimmung mit der Denkmahlbehörde - vorwiegend an Ort und Stelle belassen und in die geplanten Flächen integriert. Insgesamt sind 10 Arbeitsplätze für diesen Bereich der Schlossmühle geplant. Da die vorhandenen Fensteröffnungen für eine ausreichende Belichtung nicht ausreichen, sind zusätzliche Fenster vorgesehen. Die alten Fensteröffnungen werden weitgehend an der vorhandenen Stelle erhalten. Der rechte Teilabschnitt der Getreidemühle soll entfernt werden, wie es bereits in vorangegangenen Planungen aufgezeigt worden ist. Die Verbindung der beiden Mühlenbreiche wird durch eine Brücke in Höhe des Dachgeschosses wiederhergestellt und nimmt eine Dachterrasse auf, die der geplanten Wohnnutzung im Bereich der Ölmühle zugeordnet werden soll. Für die im nördlichen Bereich liegende Ölmühle ist eine Nutzung als Wohngebäude mit einer Wohneinheit geplant. Da dieser Mühlenbereich weitgehend - bis auf die gemauerte Fassade - eingestürzt ist, soll an dieser Stelle ein neues Gebäude in Holzbauweise von Innen hineingesetzt werden. Die zu schützenden Fassaden werden über die neuen Bauteile gesichert und gestalterisch eingebunden. Wir bei der Getreidemühle ist auch bei diesem Gebäudeteil eine ausreichende Belichtung über die bestehenden Fensteröffnungen nicht gegeben. Zusätzliche Fenster sind hauptsächlich in der südwestlichen Fassade geplant. Auch hier sollen, wie bei den Fassaden der Getreidemühle, die alten Fensteröffnungen erhalten bleiben. An der Nordwestseite werden 2 zusätzliche Fensteröffnungen für den 2. Rettungsweg benötigt. An der Nordostseite wurde auf eine Veränderung der Fassade weitgehend verzichtet. Damit kann die frühere Nutzung als Mühlengebäude dokumentiert werden und weitgehend ungestört verbleiben.

 

Das Ziel für die Alte Schmiede ist es, das Gebäude vollständig im Sinne der denkmalpflegerischen Erlaubnis zu revitaliesieren. Dabei soll sowenig wie möglich in das Gebäude eingegriffen werden. 
5 Wohneinheiten als Reihenhäuser sind jeweils über 3 Etagen geplant. Die Teilung erfolgt senkrecht, um auch brandschutzrechtliche Bedingungen ohne erheblichen Aufwand erfüllen zu können. Für die nördlich gelegene kleinere Einheit wäre auch eine gewerbliche Nutzung denkbar. Der gesamte Gebäudekomplex erhält zusätzliche Fenster innerhalb der vorgebenen Gefache um eine ausreichende Belichtung zu gewährleisten.

Das geplante Gebäude, neue Schmiede, gegenüber der alten Schmiede soll dieses spiegeln und damit Tor und Blickachse zur Schlossmühle bilden. Trauf- und Firsthöhen werden von der alten schmiede übernommen. Die geplante Spiegelung bezieht sich nur auf die Konturen des Gebäudes. Insgeamt soll aber ein Eindruck moderner Architektur entstehen, der einerseits durch die Wahl der Fassadenmaterialien Holz, Glas und Beton und der rückseitigen modernen Formgebung realisiert wird. Die Nutzungsabsicht zielt hier auf gehobene Mehrgenerationen - Wohnungsbau mit barrierefreien Wohneinheiten in unterschiedlichen Größen zwischen 80 und 110 m². Bei einer Gesamtwohnfläche von ca. 900 m² können 10 Wohneinheiten realisiert werden. Im nördlichen Bereich wird zur Versorgung der Anwohner eine Bäckerei, Bioladen oder ähnliches geplant, um hier kurze Wege auch in Anbetracht der älteren Bewohner zu ermöglichen.

Das Müllerhaus als Bindeglied zur Schlossmühle soll in ähnlicher Bauweise, wie zuvor bei der "neuen Schmiede" beschrieben, ausgeführt werden. Da dieser Gebäudekomplex wegen seiner Nähe zum Mühlenteich und den beiden Mühlengebäuden als sehr hochwertig einzustufen ist, haben wir uns entschieden, an dieser Stelle 3 Wohneinheiten über 2 Geschosse zu planen. Hierbei ist sowohl eine Teilung horizontal als auch vertikal vorstellbar. Über großzügige Verglasung soll die Umgebung weitgehend gespiegelt werden. Das Gebäude soll sich in der Höhe gegenüber den Mühlengebäuden deutlich zurücknehmen und ist deshalb nur als maximal 2 geschossiges Gebäude mit Flachdach geplant.

Einfamilienhäuser 
Östlich der alten Schmiede gelegen, ist das kleine Baugebiet sowohl über die Straße "An der Schlosmühle" als auch über die Schlossstraße zu erreichen. Durch die Straßenführung - parallel zum Ufer - ensteht eine Schleife, die einen Blick auf den historischen Gebäudekomplex erlaubt und den gesamten Bereich verbindet und belebt. Die Planung sieht vor, die Gebäude relativ nah an der Uferkante zu platzieren, um die einmalige Lage in unmittelbarer Nähe zum Wasser intensiv erlebbar zu gestalten. Durch verschachtelte Anordnung der Geschossebenen ensteht eine aufgelockerte Bebauung, die die Aussicht auf den angrenzenden Mühlenteich und Mühlengraben offen lässt. Freiflächen im Dachgeschoss können als Dachterrassen genutzt werden. Die dargestellten Gebäude können wegen der Gesamtwohnfläche von ca. 250 m² auch mit 2 Wohneinheiten geplant werden. Somit wäre auch hier ein Mehrgenerationen Wohnen gut durchführbar. Als Fassadenmaterailien habe wir Glas, Holz und Sichtbetonelemente gewählt, die die moderne Architektur unterstreichen sollen. Wie bei allen neu geplanten Gebäuden soll der Wohnraum sehr hochwertig und mit Materialien, die Nachahltigkeit und Gesundheit fördern, ausgestattet werden.

 

 

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